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Let´s hike the Adams Peak

hey ich bin Sarah, 28 Jahre, Weltreisende und plane Auszuwandern ..

Der Adams Peak - Ankunft, Aufstieg, Sonnenaufgang

Die härteste Wanderung in Sri Lanka und eine der härtesten Wanderungen meines Lebens. Aber ich wurde belohnt mit Stolz für meine eigene Willenskraft, die einige Male kurz davor war mich zu verlassen, sowie einem magischen Sonnenaufgang. Das Abenteuer Adams Peak ist für mich ein „once in a lifetime moment“ gewesen und ich kann nur empfehlen diesen spirituelle Aufstieg einmal im Leben mitzumachen.

Mit 2243m ist der Adams Peak nur durch einen Wanderweg bestehenden aus Stufen zu erreichen. Mehrere 100.000 Menschen mit verschiedenen Religionen nehmen dieses Weg auf sich um oben auf den 2m großen Fußabdruck zu treffen, der je nach Religion eine unterschiedliche Herkunft hat. Im Buddhismus wird der Abdruck als „Sri Prada“ bezeichnet und soll den Fußabdruck Buddhas darstellen. Für Hindus ist es der Fußabdruck des Gottes Shiva, im Islam vom Propheten Adam und im Christentum soll der Fußabdruck vom Apostel Thomas stammen. Warum ich das so wichtig zu wissen finde? Weil ich als schönste Sache an der Wanderung empfunden habe, dass 4 große Religionen gemeinsam den Weg zu einer Pilgerstätte erklimmen, wo doch alle zu einem unterschiedlichen „Heiligen“ beten. Friedlich und mit gegenseitigem Respekt. Das ist leider immer noch nicht überall auf der Welt eine Selbstverständlichkeit. 

Infos vorweg: Während der Wanderung erklimmt man über 1000 Höhenmeter, bestehend aus über 5500 Stufen, Start: mitten in der Nacht. Ich sag euch, keine Wade, kein Oberschenkel und kein Knie der Welt ist darauf vorbereitet.

ÜBRIGENS: Es gibt in Sri Lanka neben dem Adams Peak (auch Sri Prada genannt), noch den kleinen Bruder. Der als „Little Adams Peak“ leicht zu merken ist. Der Little Adams Peak steht allerdings in Ella und ist 5 Stunden Autofahrt von hier entfernt. Wir haben beide bestiegen und können definitiv sagen, der kleine Bruder ist wirklich Pustekuchen gegen seinen großen Bruder. 

Von Kandy aus haben wir den Bus nach Hatton und von Hatton nach Nallathanniya genommen. Hier haben wir uns eine einfache Unterkunft genommen um noch ein gutes Abendessen zu bekommen und um vor allem noch ein paar Stunden zu schlafen. Denn um 1:30 Uhr klingelte der Wecker, mitten in der Nacht. Sonst eher die Uhrzeit zu der wir auf Reisen manchmal erst ins Bett gehen. Viele Hotels in der Umgebung bieten einen Fahrer an, den man mit buchen kann und der einen zur selbst gewählten Uhrzeit nachts abholt und später wieder zurück zum Hotel bringt. Manchmal bekommt man auch ein kleines „Snack-Paket“. Wir waren im Subash Hotel.

9€ / Doppelzimmer / Nacht 

Pünktlich um 2 Uhr morgens stand das Taxi vor der Tür. Zum Startpunkt der Wanderung sind es von hier aus nur 4km. Die hätten wir auch laufen können,aber wir haben uns dazu entschieden unsere Füße, von denen gleich einiges abverlangt wird erstmal noch zu schonen. Unsere Rucksäcke für den Aufstieg hatten wir vor den 5 Stunden Schlaf gepackt, sodass wir direkt los konnten. 

Wie spät sollte ich die Wanderung auf den Adams Peak starten? Und wie lange dauert der Aufstieg ?

Das liegt an der Jahreszeit und daran wie fit du bist. Es ist Tradition nachts los zu laufen und pünktlich zum Sonnenaufgang oben anzukommen. Wir haben dieses einzigartige Abenteuer im Februar gemacht. Der Sonnenaufgang ist zu dieser Zeit etwa um 6:30 Uhr. Der Aufstieg dauert zwischen 3-6 Stunden je nach Fitnesslevel. Ich würde im Zweifel lieber 1 Stunde drauf rechnen. Die Pausen zwischendurch sind absolut nötig und man sitzt doch mal länger als gedacht. 

Wichtige Infos zum Adams Peak/Sri Prada

Um auf den Adams Peak zu kommen, gibt es mehrere Startpunkte für den Wanderweg. Wir sind in Nallathanniya gestartet. Es war natürlich noch stockdunkel als wir mit zwei Rucksäcken für 4 Leute aus dem Taxi stiegen. Im Rucksack hatten wir hauptsächtlich Wasser, Müsliriegel, Traubenzucker und Magnesiumtabletten. Die Stufen zu Beginn sind noch nicht so viel an der Zahl. Ich weiß noch wie ich sagte “ ach das ist ja erstmal noch ganz human“. Keine Sorge, das hat sich schnell und schlagartig geändert. Hinzu kam, dass wir unterschätzt hatten wie kalt es in der bergigen Region von Sri Lanka werden kann. Vor allem nachts hätte ich mir noch eine Jacke mehr gewünscht. Ich trug ein T-Shirt, zwei dünne Pullis, eine Fleecejacke und hatte soagr eine Mütze auf. Das war angenehm, solange man in Bewegung war. 

Bereits nach 1 Stunde brannten meine Waden und der erste Liter Wasser war getrunken, dafür war mir warm. Neben uns auf den Treppenstufen immer wieder Ältere oder Kindern in dünnen Decken eingewickelt am schlafen. Sichtlich erschöpft. Es ist beeindruckend was die Menschen für ihre Religion auf sich nehmen, aber sie machen es mit Freude und laufen teilweise schon 10 Stunden vorher los um passend anzukommen. Dazu muss man sagen, es gibt immer wieder Fälle zu verzeichnen von Menschen die auf diesem Weg ihr Leben lassen, aufgrund des Alters und Erschöpfung.

Die nächsten 3 Stunden bestanden aus atmen, schwitzen, stehen bleiben, zweifeln, und ohne sprechen. Nicht, weil das nicht gerne gesehen wird, sondern weil dafür weder die Luft als auch die Energie fehlte. Einige Gruppen schienen während dem gesamten Aufstieg laut und gemeinsam zu beten. Unklar wie oft man diesen Weg gehen muss um das zu schaffen. Vielleicht haben wir unser Fitnesslevel aber auch einfach komplett falsch eingeschätzt.

Die Rettung waren die in guten Abständen gelegenen Stände wo es Getränke, darunter auch Kokosnüsse, Snacks und Toiletten gab. Heißer Kakao oder Tee und Kekse haben uns zumindest für die nächsten 200 Stufen verblüffend viel Energie gegeben, bevor wir wieder kurz davor standen umzukehren. Irgendwann war es soweit und wir waren kurz vorm Ziel. Circa 100m vor dem Fußabdruck war es allerdings so voll, dass es nur noch ein reines Gedränge und Geschiebe war. Wir entschieden uns einen freieren Platz zu suchen um den Sonnenaufgang zu sehen und uns den Fußabdruck später anzusehen (dazu kam es leider nicht, es blieb auch nach dem Sonnenaufgang noch sehr voll). War aber nicht weiter schlimm. Wir mussten schließlich all diese 5500 Stufen wieder runter. (R.I.P Knie )

Der Sonnenaufgang alleine hat ab er schon ausgereicht um ganz klar zu sagen, wie sehr es sich gelohnt hat durchzuhalten. Es war magisch und nach der ganzen Anstrengung ein doppelt so schönes Gefühl nur zu stehen und zu sehen wie die Sonne den Tag begrüßt. 

Auf dem Rückweg wussten wir nicht mehr ob wir sogar den Aufstieg besser fanden. Wer nicht vorher schon Knie Probleme hat, hat danach für ein paar Tage welche. Ich hatte erwartet dass meine Oberschenkel und Waden wie die von einem Profi Fußballer aussehen müssten. Und während wir uns Gedanken darüber machten, wie krass es ist, dass wird das durchgezogen haben, kamen uns die wirklich wahren Helden entgegen. Da die kleinen Rastplätze auf dem Weg ja auch mit Getränken und Co. versorgt werden müssen, muss das alles auch irgendwie hier hoch. Und das passiert nicht mit Hubschraubern und es gibt auch keine Seilbahn in der Nähe. Dementsprechend laufen Menschen bepackt mit Kartons, Baumaterial (um Geländer zu reparieren) etc. diesen Weg hoch. Vermutlich mehrmals die Woche. Wahnsinn! 

Lohnt sich eine Wanderung auf den Adams Peak ?

Fazit Adams Peak  

Diese Wanderung hat Eindruck hinterlassen und auch wenn wir auf dem Weg selbst nah an unsere Grenzen kamen, haben wir es mit keiner Sekunde bereut. Ein Teil davon zu sein mit so vielen unterschiedlichen Menschen einen heiligen Ort zu besuchen, der unterschiedliche Bedeutungen hat, war defintiv ein Highlight in Sri Lanka.

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hey ich bin Sarah

Ich bin 28 Jahre alt. Vor 8 Jahren habe ich mich in einen roten Backpack verliebt und mir vorgenommen mit ihm so viel von der Welt zu sehen wie möglich. Bislang habe ich 17 Länder besucht und festgestellt – die Liste wird länger anstatt kürzer..

Hier gibt´s noch mehr zu sehen..

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