Egal ob ein 2 Wochen Kurztrip, 3 Monate Auszeit, ein Sabbatjahr oder sogar eine Weltreise auf unbestimmte Zeit. Wenn du lowbudget unterwegs sein willst, bedeutet es, dass du dir Taxis sparst, Unterkünfte wechselst und allgemein viel mehr zu Fuß unterwegs sein wirst. Dafür sind selbst die modernen 4 Rad Trolleys nicht praktisch genug. Somit steht ganz oben auf der To-Do-Liste : der Backpack.
Seit 8 Jahren trage ich meinen roten Backpack mit mir herum und bisher hat er mir, bis auf kleine Gebrauchtspuren (die dem Backpack aber auch erst richtig Charakter verleihen, wie ich finde ) 100% Treue erwiesen. Ich hatte damals keine Ahnung welche Marke ich möchte und ehrlich gesagt wollte ich gerade diesen Rucksack der direkt anzeigt, von welcher Herkunft ich bin, nicht haben. ABER ich habe bestimmt 15 verschiedene Rucksäcke in zwei Outdoorgeschäften aufgesetzt, inklusive Gewichten, damit es realistischer auf dem Rücken sitzt. UND kein Rucksack hat sich direkt so passend für meinen Rücken angefühlt wie dieser. Von dem praktischen Taschenmanagment mal ganz abgesehen. Bei diesem Rucksack hab ich jedes Mal aufs Neue einen „das kann perfekt hier rein“-Moment. Da hat jemand wirklich nachgedacht. Überall da wo man noch gerne einen extra Reißverschluss hätte, ist einer. Ich würde mich, ganz ehrlich, immer wieder für diesen Rucksack entscheiden, auch wenn ich oft andere Backpacks sehe die mir optisch noch besser gefallen. Es bringt einem das Aussehen des Rucksacks NICHTS wenn man 1. nach 10min Rücken-und Schulterschmerzen hat und 2. die Konstruktion des Rucksacks nicht gut durchdacht ist.
Mein Backpack* von Deuter fasst 55Liter +15 Reserveliter die sich im oberen Teil des Rucksacks noch verstauen lassen ( wie man rechts auf dem Bild gut erkennt ).
Timo hat erst seit 2 Jahren seinen Backpack und auch er hatte mehrere Modelle probiert. Seine Favouriten: Ein neueres Deutermodell, sowie die günstigere Variante von einem Tatonka Rucksack. Er hat sich dann aufgrund des Preises für den günstigeren Yukon Tatonka Backpack mit 60L + 10 Reserveliter entschieden.
Ich glaube fest daran, dass DIE ultimative Packliste nicht existiert. Dafür ist jeder einfach doch zu unterschiedlich, was auch gut so ist. Aber durch mittlerweile einige Reiseerfahrungen habe ich den Inhalt meines Backpacks immer wieder verändert und ich versuche immer noch ihn zu optimieren. Das ungeschriebene Gesetz: Du wirst den Backpack nie wieder so perfekt passend gepackt bekommen wie beim ersten Mal bevor es zum Flughafen geht. Vielleicht kann ich dir dennoch die ein oder andere Idee geben und dir zeitgleich ein paar Sorgen nehmen.
Ob ich mich damals mit 18 gut mit Kreditkarten auskannte? Haha, nein, defintiv nicht. Auch heute habe ich keine persönlichen Vergleiche zwischen mehreren Kreditkarten vorzulegen. Was aber auch daran liegt, dass ich seit 2018 bei ein und der selben Bank bin. Und das ehrlich sehr zufrieden. Die DKB. Hier habe ich vor 7 Jahren meine erste Kreditkarte beantragt. Damals war diese noch kostenlos. Als 2022 die Debitkarten auf den Markt kamen, habe ich zu dieser kostenlosen Variante gewechselt, weil ab dem Zeitpunkt die Kreditkarte 2,49€/monatlich kosten sollte. Seitdem bin ich mit der Debitkarte unterwegs gewesen, auch weit außerhalb von Europa. Sogar die Kaution konnte ich bei Mietwagen und Campervan mit der Debitkarte problemlos hinterlegen. Allerdings kann es zu Problemen beim Hinterlegen von Kautionen mit Debitkarten kommen. Deshalb sind wir zu zweit immer mit mindestens 1 Kreditkarte und 2 Debitkarten gereist. Sicher ist Sicher.
Trotzdem habe ich mich in den letzten Jahren immer mal schlau gemacht, wie es auf dem Markt so aussieht und wie ich mit meiner Debitkarte aufgestellt bin. Außerdem habe ich einige Erfahrungsberichte von anderen Reisenden bekommen und kam zu folgendem Ergebnis.
Kontoführung : kostenlos
kostenloses Girokonto: nein
Bezahlen im Ausland: kostenlos
Geld abheben im Ausland: kostenlos
Geld abheben in Deutschland: kostenlos
Tageslimit Geld abheben: max. 500€
Vorteile:
Nachteile:
Kontoführung : kostenlos
kostenloses Girokonto: ja
Bezahlen im Ausland: kostenlos (im Aktivstatus)
Geld abheben im Ausland: kostenlos (im Aktivstatus)
Geld abheben in Deutschland: kostenlos
Tageslimit Geld abheben: max. 1000€
Vorteile:
Nachteile:
Kontoführung : kostenlos
kostenloses Girokonto: nein
Bezahlen im Ausland: kostenlos
Geld abheben im Ausland: kostenlos
Geld abheben in Deutschland: kostenpflichtig (3,95€)
Tageslimit Geld abheben: max. 500€
Vorteile:
Nachteile:
ganz egal für welche Karte du dich entscheidest, wichtig ist, dass du deine Daten und somit auch dein Geld schützt. Ich nutze dafür seit meiner ersten Reise sogenannte RFID Hüllen* . Diese sind wirklich nicht teuer und schützen ebenso deinen Führerschein, Personalausweis und Reisepass!
So wichtig wie deine finanzielle Absicherung durch eine Kreditkarte ist deine gesundheitliche Sicherheit. Denn krank wird man nicht nur Zuhause mit dem Hausarzt vor der Tür. Ich durfte auf meinen Reisen bisher 2 Mal eine Notfallambulanz aufsuchen und habe vor allem einen Marathon mit diversen Zahnarztbesuchen inklusive Wurzelkanalbehandlung in Kanada hinter mehr. Und ich habe jede Rechnung auf den Cent genau wieder bekommen. Und das war nicht wenig!
Diese Frage habe ich mir damals auch gestellt. Es gibt mittlerweile einen Dschungel voller Auslandskrankenversicherungen von unterschiedlichen Anbietern. Ich kann dir hier nur meine Versicherung empfehlen, die ich sowohl damals auf meiner Weltreise, als auch auf Kurzreisen von 6-8 Wochen abgeschlossen habe. Bitte informiere dich ausgiebig über Unterschiede, vor allem wenn du gesundheitliche Beeinträchtigungen hast, die unbedingt abgedeckt werden muss. Denn eins ist klar: Wenn du einen Flug verpasst und 500€ flöten gehen ist das richtig richtig großer Mist, aber wenn du zum Beispiel eine Operation brauchst (auch ein Blinddarm kann sich auf Reisen entzünden) und du nicht abgesichert bist, dann reißt das wohl möglich deine ganze Reisekasse entzwei. Außerdem geht deine Gesundheit immer vor!
Hier kannst du Auslandskrankenversicherungen vergleichen und hast dabei einige Filtermöglichkeiten (z.b als Familie versichern, als Paar, als Einmalreise oder Jahresversicherung).
Ich bin seit ein paar Jahren bei jeder Reise außerhalb von Europa über die ERGO im YOUNGTRAVELLERS TARIF* versichert gewesen. Und werde mich auch bei meiner nächsten internationalen Reise wieder dort versichern. Einfach weil ich „leider“ ein paar Mal erfahren musste wie es läuft, wenn wirklich was ist.
1. Beispiel: Eine Bronchitis, nachdem ich mich an einem Bonbon in der USA so derbe verschluckt hatte, dass ich kaum noch Luft bekam und meine Lunge geröntgt werden musste, um zu schauen ob dort noch ein Stück in den Bronchien verblieben ist. Kosten (inklusive Betreten des Warteraums, Vitalwertmessungen, kurze ärztliche Untersuchung + Röntgenbildbewertung) : 850$
2. Beispiel: Ich hatte in New York und in der Umgebung von Toronto in Kanada diverse Zahnarztbesuche. Erst waren es nur zwei kleine Stellen die einfach behandelt werden konnten und schnell gefüllt wurden. So eine Behandlung hat mich jeweils um die 200$ gekostet. Dann gab es aber diesen einen Zahn der keine Ruhe geben wollte, in New York hatte man sich noch davor gedrückt wirklich das Wort „Wurzelkanalbehandlung“ zu erwähnen. 2 Monate später in Kanada ging dann aber nichts mehr. Ich hatte tierische Zahn- und Kieferschmerzen. Die Wurzelkanalbehandlung inklusive Röntgenkontrolle und Antibiotika haben mich 1200$ gekostet. Und dazu muss ich sagen, nur wenige Auslandkrankenversicherungen bezahlen diese Art von Behandlung, allgemein Zähne sind häufig ein Diskussionsfaktor. Die ERGO hat nicht einmal nachgefragt ich hatte nach 2 Wochen mein Geld wieder. Deshalb klare Empfehlung
Fast jede Auslandskrankenversicherung hat die selben zwei Tarifoptionen. Entweder ganz ohne USA und Kanada oder inklusive. Manchmal muss man dann noch unterscheiden wie viel % von der Gesamtzeit man sich in den USA oder Kanada befinden wird. Macht Sinn, die Behandlungskosten sind dort unfassbar teuer! (Alleine um sich in einer Notaufnahme hinsetzen zu dürfen, kostet 500$ die vor Ort direkt gezahlt werden müssen.)
Bei der YOUNGTRAVELLERS Versicherung haben wir mit <50% USA und Kanada für 18 Monate 680€ pro Person bezahlt.
Vorteile:
Nachteil:
Ich hätte nicht gedacht, dass die Impfungen vor einer Weltreise die meiste Zeit an Vorbereitung einnehmen. Wir sind im November geflogen und damit mit den Impfungen alles klappt bezüglich der Pausenzeit zwischen Lebendimpfungen etc. mussten wir bereits im April des selben Jahres beginnen. Deswegen lohnt es sich, sich frühzeitig zu informieren.
Das Gute vorab: die meisten Krankenversicherungen in Deutschland übernehmen mindestens 80% der entstehenden Kosten bei Reiseimpfungen oder sogar den kompletten Betrag. Meistens lässt sich das bereits online schnell herausfinden. Man glaubt nicht, wie teuer so ein Impfmarathon werden kann.
Natürlich kommt es immer darauf an, wo du hinwillst. Für Australien und Neuseeland, sowie die USA, Kanada und Europa brauchst du keine, es sei denn du kommst gerade aus einem Land mit hohem Gelbfieberpotential. Dann musst du eine Impfung vorweisen. In Asien oder Afrika sieht das natürlich ganz anders aus.
Übertragung Hepatitis B: Die Übertragung erfolgt über Sexualkontakte in Form von Sperma und Speichel oder über Blutkontakte. Aber auch andere Körperflüssigkeiten, wie Tränen, Gehirnflüssigkeit, Urin, Magensaft oder Muttermilch, können Hepatitis-B-Viren übertragen.
Übertragung Hepatitis A: Über Nahrungsmittel und Wasser. Häufig werden Hepatitis-A-Viren durch den Verzehr von verunreinigten Speisen übertragen.
Übertragung: Der Biss eines infizierten Tieres oder deren Speichelkontakt auf Wunden.
Übertragung: Typhus wird durch die Aufnahme von kontaminiertem Wasser oder Nahrungsmitteln übertragen, die mit dem Kot oder Urin einer infizierten Person verunreinigt sind. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch (Schmierinfektion) ist ebenfalls möglich, aber die Hauptübertragungswege sind Wasser und Lebensmittel.
Übertragung: Die japanische Enzephalitis wird durch Stechmücken der Gattung Culex übertragen, die das Virus von infizierten Wildvögeln und Schweinen aufnehmen.Von Mensch zu Mensch ist es NICHT übertragbar.
Übertragung: Gelbfieber wird durch den Stich von infizierten Stechmücken, hauptsächlich der Gattung Aedes aegypti, übertragen, die das Gelbfieber-Virus von infizierten Affen auf Menschen oder von Mensch zu Mensch weitergeben. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist nur sehr selten möglich, beispielsweise durch Bluttransfusion.
Übertragung: Auch eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch durch engem Kontakt oder Kontakt mit Ausscheidungen ist möglich, aber seltener.
Übertragung: Malaria wird hauptsächlich durch den Stich einer weiblichen Anopheles-Mücke übertragen, die einen infizierten Menschen gestochen hat und anschließend eine gesunde Person sticht.
Es gibt noch weitere Reiseimpfungen die teilweise empfohlen werden. Informiert euch unbedingt ausführlich. Geholfen hat mir damals diese Website: Hier hast du eine komplette Übersicht.
Auch eine telefonische Beratung mit Tropenärzten oder deiner Hausärztin macht Sinn.
Nein, müssen sowieso nicht. Ich bin defintiv kein Impfgegner, aber auch ich finde irgendwo ist Schluss. Vor allem da wir zur Covid Zeit unterwegs waren, bekamen wir mitten drin auch noch die 3. Covid Impfung und waren ziemlich zugepumpt. Unser Immunsystem hatte noch nie so viel zutun. Wir wussten natürlich vorab noch nicht in welche Länder es und genau hintreibt. Fakt war: Wir achten immer auf einen guten Mückenschutz und vermeiden so gut es geht Leitungswasser. Sogar beim Zähneputzen haben wir in Asien und Mittelamerika Wasser aus Flaschen verwendet.
Wir haben uns für diese Impfungen entschieden: Hepatitis A+B Auffrischung, Tollwut, Typhus, Japanische Enzephalitis & Gelbfieber.
Wären wir in starke Malaria Gebiete geflogen, hätten wir uns im Abflugland informiert, wie man an die Prophylaxe Medikamente kommt und diese eingenommen.
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